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Filmkritik

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Alt 23.07.2006, 16:46   #1
Fööli
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{Revolver (2005 by Guy Ritchie)}

Jake Green, ein außergewöhnlich erfolgreicher Spieler, spielt ein Spiel gegen den gefürchteten Gangster Mac. Obwohl von Jake erwartet wird, zu verlieren (Mac kann zwar nicht gut zocken, die Leute fürchten ihn aber so sehr, dass jeder freiwillig gegen ihn verliert), gewinnt er und lässt keine Chance aus, mac auf die Schippe zu nehmen und zu beleidigen.
Mac wird natürlich sauer und setzt einen Killer auf Jake an.
Jake wird in der Zwischenzeit von zwei Brüdern engangiert, für sie auf ungewöhnliche Art und Weise zu arbeiten, da die beiden Brüder Mac fertig machen wollen.

In typischer Guy Ritchie Manier gehts hier drüber und drunter und man sollte sich den Film definitiv zweimal ansehen, um alle Feinheiten zu verstehen.
So ganz durchgestiegen bin ich nämlich selbst noch nicht. So ging es mir zuletzt bei Layer Cake. Das liegt zum einen an den vielen, im Englischen recht schwierigen, Dialogen, zum anderen daran, dass es mal wieder hunderte von Sub-Plots gibt, die von Guy Ritchie richtig konfus erzählt werden.

Aber genau das ist es mal wieder, was ihn zu einem meiner top favourite directors macht. Was er hier auf den Bildschirm zaubert ist schlichtweg genial. Jedes Bild ist ein kleines (bis großes) Kunstwerk und die Bilder sagen mehr aus, als tausend Worte. Die Schnitte sind rasant und genial und jedesmal ein Hingucker und die Erzählweise Ritchie's mag verwirrend sein, aber an Kreativität nicht zu toppen.

Ich freu mich darauf, mir den Film noch öfters zu geben und mich von der Optik und Erzähltechnik des Films berauschen zu lassen.

5 von 5 fÖöLiS
 
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Alt 29.07.2006, 11:29   #2
niwoo
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Beiträge: 7.705

Guy Ritchies filme wurde von mir aus immer voll bewertet, die haben einfach stil. die musik passt imer eins a

den filom kenne ich nicht werde ihn mir aber bestimmt ansehen

kennst du nicotina, auch nicht schlecht der film
 
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Alt 30.04.2007, 13:33   #3
S-Kay
Filmfehler-Fan Pro
 
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Beiträge: 174

{Revolver}

Am Wochenende hab ich nach langem Warten den UK-Import gesehen.

Mit seinem neuestem Film "Revolver" hat Guy Ritchie leider alles andere als Ruhm geerntet. Die Leute sollen scharenweise aus dem Kino gegangen sein. Die Ideen seien geklaut, der Erzählstil sei zu chaotisch. Die schlechten Ergebnisse, die dieser Film einspielte waren auch der Grund, warum er keinen deutschen Vertreiber fand.

Haben all diese Leute Recht? Macht euch selbst ein Bild davon. Ich denke es lohnt sich.

"Revolver" ist unglaublich komplex. Wahrscheinlich der komplexeste Film mit dem dicht durchwobensten Erzählstrang den ich je gesehen habe (Ich hab Mullholland Drive noch nicht gesehen) Dadurch ist er zugleich spannend und fordernd, da es um Schach geht.

Es geht um zwei Männer, Kontrahenten, der heruntergekommene Profispieler Mr.Green Jason Stratham, und Mr.D einem zwielichtigen Kasinobesitzer und "Con" Ray Liotta. Diese beiden Männer spielen gegeneinander, nicht Schach, sondern ein tödliches Machtspiel, der eine aus Rache, der andere aus verletztem Stolz. Und jetzt wirds etwas kompliziert

Zugleich taucht der Zuschauer in die Köpfe der Kontrahenten ein und sieht das Spiel aus deren Perspektive. Und um das Ganze noch richtig durcheinanderzubringen wird man gleichzeitig noch Zeuge, wie beide Männer noch schwer mit sich selber ringen. Man hört immer wieder Stimmen aus ihren köpfen. Dabei werden ihre Handlungen von verschiedenen Positionen aus beobachtet und bewertet. Das Ganze ist dann auch noch durchwoben von verschiedenen kurzen Annekdoten. Heraus kommt dadurch eine Perspektivenflut, die den Zuschauer beim ersten Mal auf jeden Fall verwirrt (mich auch).

Nichts desto trotz, sollte man sich darauf einlassen. Es ist kein leichter Film, bei weitem nicht, man muß dabei viel grübeln - und gleich zu Beginn rät der Film seinem Zuschauer, er solle über das bisher Geschehene am besten noch nicht nachdenken, es ergäbe noch keinen Sinn. Selbst nach dem Ende des Filmes wird man vielleicht noch ratlos vor dem dunklen Bildschirm sitzen - aber nach etwas Überlegen fallen einem die Groschen schon. Wie so immer wird der mutige, geduldige und ausdauernde Zuschauer zum Ende belohnt.

Die Kamera ist richtig cool und die ganze Aufmachung des Filmes passt sich den Kulissen und den Gefühlszuständen der jeweils aktierenden Charaktere an.

Der Erzählstil ist ganz im Stil von Guy Ritchie, ungewöhnlich und doch anders als man es von ihm gewohnt ist. Was man sich vor Augen halten sollte ist, dass dieser Film mit seinen früheren Filmen nichts zu tun hat. Guy Ritchie hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt.

Was unterm Strich bleibt ist ein guter Film, weit ab vom Mainstream, von einem Regisseur, der seinem Publikum mehr zutraut und dafür bestraft wurde.

So, ich glaub, dass war meine längeste Kritik die ich je geschrieben hab...

Ich schau ihn mir nochmal an und vergebe dann meine Punkte...
 
S-Kay ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2007, 15:49   #4
Astaroth
Filmfehler-Supporter Pro
 
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Registriert seit: 15.02.2005
Alter: 33 Männlich
Beiträge: 27.017

Zitat:
Zitat von S-Kay Beitrag anzeigen

"Revolver" ist unglaublich komplex. Wahrscheinlich der komplexeste Film mit dem dicht durchwobensten Erzählstrang den ich je gesehen habe (Ich hab Mullholland Drive noch nicht gesehen)
Kleiner Tipp mal am Rande: Guck dir mal "Inland Empire" an, dann weißt du was wirklich komplexe Erzählstruktur ist!
 
__________________
If you expect the world would be fair with you because you are fair, you´re fooling yourself. That´s like expectating the lion not to eat you because you didn´t eat him.
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